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Blåvand: Der nördlichste Punkt Dänemarks

Blåvand: Der nördlichste Punkt Dänemarks

Blavand Dänemark

Blåvand ist ein 200-Seelen-Dorf im Westen von Jütland in Dänemark. Es befindet sich in der Kommune Varde und wird wegen seines Nordseebads sehr gerne von Touristen aufgesucht. Das ist auch der Grund, warum das Örtchen über 2.000 Ferienunterkünfte hat.

Der Ort liegt am westlichsten Punkt Dänemarks, was durch den großen, weißen Leuchtturm markiert wird. Dieser wurde 1900 gebaut und ist 39 Meter hoch. Besucher können ihn als Aussichtspunkt nutzen und die Umgebung aus seiner Höhe erkunden. Zudem finden sie im Leuchtturm-Innern eine Ausstellung über den Horns Rev Offshore-Windpark. Der Offshore-Windpark ist der Größte der Welt.

Das Dorf bietet jede Menge Erholung und Entspannung. 40 Kilometer Sandstrand laden zum Spazieren gehen ein. Die umliegenden Sandbänke des Horns Rev machen den weißen Sandstrand von Blåvand zu einem beliebten Badeort. Die Sandbänke reichen bis zu 20 Kilometer in das Meer hinein, sodass der flache Meerzugang sich sehr gut zum Baden sowie auch zum Windsurfen eignet.

Des Weiteren hat eine der größten und ältesten Bonbonfabriken Dänemarks ihren Standort in dem kleinen Dorf. Die Manufaktur Blåvand Bolcher liegt mitten im Stadtzentrum des Dorfes. Dort werden die verschiedenen Bonbonsorten der Marke zum Verkauf angeboten.

Blåvand und seine Geschichte im zweiten Weltkrieg

Rund um Blåvand (http://www.blaavand.com/) befinden sich viele Bunker der Atlantikwall aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Umgebung Blåvands wurde im zweiten Weltkrieg für Stützpunkte der deutschen Wehrmacht genutzt, um die Alliierten-Streitkräfte an den Küsten der Nordsee abzuwenden und so eine Invasion zu vermeiden. Heute werden die Bunkerruinen gerne von Kletter-Sportlern genutzt.

Blavand Dänemark

Daneben lohnt sich der Ausflug zu den „Pferdebunkern“. Die Bunkerruinen wurden von Bill Woodrow, einem britischen Künstler, zu Maultier-Skulpturen verarbeitet und tragen den Namen „Riding into the sea“. Er errichtete die Skulpturen 50 Jahre nach der Befreiung Dänemarks von den Alliierten im Jahr 1955.

Im „Tirpitz Stillingen Blåvand“, der größten Bunkeranlage der Umgebung, befindet sich das Varde Museum, was die Geschichte des zweiten Weltkrieges im Norden Dänemarks reflektiert. Die Bunkerruinen liegen im Gebiet „Tane Hedevej“, westlich vom Stadtzentrum.

Sehenswertes und Freizeitspaß in Blåvand und Umgebung

Die Umgebung von Blåvand bietet jede Menge Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten zum Erkunden. So liegt der Ort neben dem Naturschutzgebiet „Kallesmærsk Hede“. Durch das Gebiet führen viele Wander- und Radfahrwege. Direkt am Naturschutzgebiet ist auch ein großer Schieß- und Übungsplatz des dänischen Militärs angesiedelt. Hier trainieren die dänischen Truppen regelmäßig. Bei Trainingseinheiten werden einzelne Wander- und Radwege sowie Strandabschnitte gesperrt.

Viele Familien mit Kindern suchen den Blåvand Zoo auf. Der kleine Tierpark beherbergt circa 40 Tiere wie Ponys, Streicheltiere, Papageien, Waschbären, Löwen, Affen und Kängurus. Ein anderes Freizeitziel ist das Badeland in Blåvand. Das Schwimmbad und Wellness-Center bietet Pools, Spa- und Sauna-Anlagen sowie diverse Wasserrutschen. Außerdem wurde Skandinaviens einzige Tropfsteinhöhle in das Badeland integriert. In Blåvand selbst kann auch das Redningsbådsmuseum (Rettungsbootmuseum) besichtigt werden. Bis 1975 war es eine Rettungsstation, die heute zum Museum umfunktioniert wurde.