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Erziehungsstile nach Lewin

Erziehungsstile nach Lewin

4. März 2013

Erziehungsstile beschreiben die Art und Weise, wie ein Erzieher dem zu Erziehenden gegenübertritt. Es gibt viele verschiedene Erziehungsstile und unterschiedliche Ansätze. Heute möchte ich auf die wohl bekanntesten Erziehungsstile nach Kurt Lewin eingehen.

Erziehungsstile nach Kurt Lewin

Die von Lewin aufgestellten Erziehungsstile gliedern sich im Prinzip in drei Teile:

– autoritär
– Laissez-faire
– demokratisch

Wer mit Latein oder französisch etwas anfangen kann, der weiß sicherlich schon, worum es geht. Die drei Erziehungsstile ordnen sich nach der „Strenge“ des Erziehers und wie viele Freiheiten dem Kind gegeben werden.

Erziehungsstile nach Lewin: autoritär

Charakteristisch für den autoritären Erziehungsstil ist z.B., dass das Kind hier sehr wenig Freiheiten hat. Der Erzieher übt eine starke Kontrolle aus und bestimmt die Aktivitäten. Außerdem wird bei diesem der drei Erziehungsstile zwar auch gelobt, aber es werden vor allem auch „negative“ Erziehungsmaßnahmen angewendet wie Drohungen, Einschüchterungen und Strafen. Der Erzieher steht quasi über dem Kind und diktiert die Handlungen.

Erziehungsstile nach Lewin: Laissez-faire

Die Erziehungsstile von Lewin haben natürlich auch das Gegenstück zum oben beschriebenen parat: Laissez-faire. Der Name kommt aus dem Französischen und bedeutet soviel wie „lass sie machen“. Hier wird den Kindern vom Erzieher lediglich Hilfe angeboten, sie müssen sie aber nicht annehmen. Vielmehr agieren sie selbstständig und werden lediglich beobachtet. Der Leiter verhält sich passiv. Auch Beurteilungen, sowie Lob und Tadel bleiben größtenteils aus. Somit wird den Kindern bei diesem der drei Erziehungsstile die meiste Freiheit gegeben.

Erziehungsstile nach Lewin: demokratisch

Der letzte der drei Erziehungsstile nach Kurt Lewin ist der demokratische Erziehungsstil. Er siedelt sich genau zwischen den anderen beiden an. Hier geht es darum, dass alle wichtigen Entscheidungen zusammen getroffen (bei mehreren Kindern in der Gruppe) und diskutiert werden. Außerdem ist der Erzieher ein Teil der Gruppe und sieht sich mit dem Rest ungefähr auf Augenhöhe. Des Weiteren überwiegen hier seitens des Leiters vor allem die „positiven“ Erziehungsmaßnahmen und diese erfolgen sachbezogen.

Welcher der Erziehungsstile sagt uns am meisten zu?

Wir sind der Meinung, die „goldene Mitte“ macht das Rennen. Das soll heißen, wir bevorzugen den demokratischen Erziehungsstil. Die anderen beiden sind uns zu extrem. Auf der einen Seite denken wir zwar, dass Kinder auf jeden Fall auch Regeln brauchen, auf der anderen Seite wollen wir auch nicht Diktator spielen.