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Glaskörpertrübung – welche Behandlung ist die richtige?

Glaskörpertrübung – welche Behandlung ist die richtige?

Vielen Menschen sehen mit fortgeschrittenem Alter Dinge, die andere Menschen nicht sehen können, aber dabei handelt es sich nicht um Halluzinationen oder optische Täuschungen, sondern um eine Glaskörpertrübung. Als Mücken vor den Augen, als dünne Fädchen oder auch als Flusen werden diese Erscheinungen beschrieben, als Mouches volantes bezeichnen Augenärzte dieses Phänomen. Eine Glaskörpertrübung kann urplötzlich beim Lesen oder bei einem Blick auf eine weiße Wand auftreten, das ist unangenehm, aber die Sehschärfe wird dabei nicht beeinträchtigt. Trotzdem möchten viele wieder klar sehen und ihre Glaskörpertrübung entfernen lassen.

Was genau ist eine Glaskörpertrübung?

Eine Glaskörpertrübung ist vor allem eines, sie ist harmlos. Sie kann dem Auge und der Sehkraft nicht schaden, aber sie kann vor allem dann, wenn man sich darauf fokussiert, ganz schön auf die Nerven gehen. Wer sich aber nicht weiter daran stört und einfach weiter seinem Alltag und seinem Hobby nachgeht, der wird die Mücken, Fädchen und Flusen irgendwann kaum noch wahrnehmen. Eine Glaskörpertrübung beginnt genau genommen schon in der Jugend, denn schon zu diesem Zeitpunkt fängt der Glaskörper im Auge an, sich zurückzubilden. Wie schnell diese Rückbildung vonstattengeht, das ist bei jedem Menschen individuell. Forschungen haben aber gezeigt, dass diejenigen, die kurzsichtig sind, früher die vermeintlichen Fremdkörper wahrnehmen als diejenigen, die weitsichtig sind. Immer wenn der Glaskörper schrumpft und sich dabei von der hinteren Augapfelwand löst, dann ballen sich auch kleinste Kollagenfasern immer mehr zusammen. Sie treten dann als schwirrende Mücken, als dünne Fäden oder als Flusen auf, besonders dann, wenn der Betroffene auf einen hellen Hintergrund schaut.

Wie kann eine Glaskörpertrübung erfolgreich behandelt werden?

Wie schon gesagt, eine Glaskörpertrübung ist harmlos, sie schmerzt nicht, aber sie ist halt unangenehm. Wer sich nicht weiter daran stört, der muss nur ein wenig Geduld mitbringen, denn die Erscheinungen werden im Laufe der Zeit immer schwächer und unschärfer, denn der Glaskörper entfernt sich im Laufe der Jahre immer weiter von der Netzhaut. Ängstliche Menschen, die sich mit den Mücken vor ihrem inneren Auge nicht abfinden wollen, können sich operieren lassen. Wer eine Glaskörpertrübung erfolgreich behandeln will, der muss für diese Operation aber selbst aufkommen, denn die gesetzlichen Krankenkassen sehen keine Notwendigkeit darin, diese harmlose Degeneration, die altersbedingt auftritt, entfernen zu lassen. Wenn eine Glaskörpertrübung zum ersten Mal auftritt, dann sollte der Augenarzt aufgesucht werden, denn auch wenn sich nur sehr selten dahinter eine ernsthafte Erkrankung verbirgt, ist es immer besser, den Arzt nachschauen zu lassen. Immer dann, wenn die Mücken nicht mehr nur vereinzelt auftreten, sondern in großen dichten Schwärmen, dann ist allerdings Eile geboten, denn in diesem Fall kann es sich um eine gefährliche Netzhautablösung handeln und diese muss umgehend von einem Augenarzt oder aber einer Augenklinik behandelt werden.

Wer Mücken vor den Augen schwirren sieht, der muss sich keine allzu großen Sorgen machen, denn eine Glaskörpertrübung ist harmlos, aber leider ein Zeichen dafür, dass das Alter kommt, zwar langsam, aber doch unaufhaltsam.