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Unterhaltsverpflichtungen und Freibeträge – das sollte man wissen

Es gibt keine Garantie, dass eine Partnerschaft oder eine Ehe ewig hält. Wenn es dann zu einer Trennung kommt, wie es bei mir der Fall war, dann besteht gegenüber den Kindern eine Unterhaltspflicht. Es spielt keine Rolle, ob ein Kind ehelich oder unehelich geboren wurde, vor dem Gesetz sind alle Kinder gleich. Es gibt viele Fragen zu diesem Thema und einige will ich nachfolgend erläutern und beantworten.

Nach der Trennung

Als ich mich von der Mutter meiner ersten Tochter getrennt habe, stand fest, dass ich Unterhalt zu zahlen habe. Wie viele andere Männer in der gleichen Situation hatte ich zu diesem Thema viele Fragen und wollte alles richtig machen. So sieht der Gesetzgeber vor, dass derjenige, bei dem das Kind dauerhaft lebt, seine Unterhaltspflichten schon durch die Betreuung des Kindes erfüllt hat, der getrennt lebende Partner (oder auch die Partnerin) muss jeden Monat, und zwar immer im Voraus, Unterhalt für das gemeinsame Kind leisten. Als Richtlinie für die Höhe des Unterhalts dient die sogenannte Düsseldorfer Tabelle, in der steht, wie viel Geld ein Kind bekommt. Diese Berechnungen richten sich sowohl nach dem Einkommen desjenigen, der den Unterhalt zahlt, als auch nach dem Alter des Kindes. Je älter ein Kind, je höher ist auch die Unterhaltszahlung, denn nach Ansicht der Gesetzgeber steigen die Ansprüche mit jedem Lebensjahr des Kindes. Nach dem „alten“ Recht bekam ein Kind bis zum fünften Lebensjahr 202,- Euro im Monat. 2008 wurde das Unterhaltsgesetz aber den neuen Bedingungen angepasst, und heute bekommt jedes Kind bis zu seinem fünften Geburtstag 279,- Euro monatlich. Wird das Kind dann volljährig, liegt der Unterhalt bei 408,- Euro. Ein anderes Thema ist ebenso interessant, und zwar der Kinderfreibetrag.

 

Was genau ist eigentlich der Kinderfreibetrag?

Wenn Kinder auf die Welt kommen, dann genießen die Eltern allerlei Vorteile, die kinderlose Paare nicht haben. Zu diesen Vorteilen gehören auch der Kinderfreibetrag und das Kindergeld. Mit dem Kinderfreibetrag und dem Kindergeld bedankt sich Vater Staat quasi bei den Eltern, dass sie zukünftige Einzahler in die Rentenkasse großziehen und ermöglicht ihnen ein bisschen zu sparen. Der Kinderfreibetrag beläuft sich auf eine Summe von 7.008,- Euro, und dieses Geld dürfen Eltern einnehmen, ohne dafür Steuern bezahlen zu müssen, und das jedes Jahr. Das gilt für die leiblichen, aber auch für die adoptierten Kinder und in bestimmten Fällen auch für Pflegekinder. Mit dieser Regelung soll es den Eltern aus finanzieller Sicht ein bisschen einfacher gemacht werden, denn Kinder kosten schließlich Geld, was ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann. Aus dem gleichen Grund gibt es auch das Kindergeld, das für das erste und zweite Kind 184,- Euro, für jedes dritte Kind 190,- und für alle weiteren Kinder 215,- Euro vorsieht. Aber der Staat ist, wie sollte es auch anders sein, nicht zu großzügig, denn das Gesetz sieht vor, dass man entweder den Kinderfreibetrag oder das Kindergeld in Anspruch nehmen kann, beides zusammen geht nicht.

 

Fazit

Alle, die Kinder haben, sollten sich auch über die finanzielle Seite genau informieren, sei es nun über den Unterhalt, über den Kinderfreibetrag oder über das Kindergeld.

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