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Welche Sportart für mein Kind?

Welche Sportart für mein Kind?

18. Oktober 2013

Jungs wollen Fußballstars werden und Mädchen träumen von einer Karriere als Ballett-Tänzerin. Wenn es immer so einfach wäre, würde jedes Kind von Kindesbeinen an Sport treiben. Doch ganz so einfach ist es in der Realität nicht, die Geschmäcker gehen weit auseinander. Ob und welchen Sport ein Kind schlussendlich ausübt, hängt von vielen Kriterien ab, einer wichtiger davon sind die Eltern!

Sport zu treiben ist gesund. Diese Volksweisheit ist nicht nur wahr, sondern auch weitläufig verbreitet. Zusätzlich sorgt Sport noch für eine schlankere Figur und ein erhöhtes Wohlbefinden. Weshalb treiben also nicht alle Deutschen Sport?

Der Ursprung liegt wie bei fast allem direkt am Anfang. Im frühen Kindesalter müssen die Kinder von den Eltern gefordert UND gefördert werden. Ja, richtig, wir Eltern sind maßgeblich für die spätere sportliche Betätigung unserer Kinder verantwortlich. Zahlreiche Studien belegen, dass Kinder, die bereits im frühen Stadium einen Sport für sich entdeckt haben, diesen auch bis ins hohe Alter ausüben. Das Kind baut früh eine enge Beziehung zu dem Sport auf, sammelt Erfahrungen und entwickelt Spaß dabei.

Warum ist es schwer, später mit dem Sport zu beginnen?

Im Laufe eines Lebens entwickelt wahrscheinlicher jeder Mensch den Wunsch, einen Sport auszuüben. Der eine, weil der Sport seine Leidenschaft ist, der andere weil er abnehmen will oder um Krankheiten vorzubeugen. Wenn dies jedoch erst spät passiert, wird es schwierig. Denn Sport ist kein Videospiel, welches man innerhalb von wenigen Stunden lernen kann. Sport ist anders, denn für die Ausführung sind vor allem drei Dinge von Nöten:

  • Talent
  • Training
  • Leidenschaft

Cristiano Ronaldo ist ein begnadeter Fußballer, ohne Frage. Wenn ihm jedoch die Leidenschaft zum Fußball abgehen würde, würde er auch nicht mehr so viel trainieren und der Erfolg würde sich über kurz und lang einstellen. Dies zeigt, dass alle drei Faktoren vorhanden sein müssen, damit man erfolgreich Sport treibt. Wer Talent mitbringt, vor Leidenschaft nur so sprüht, jedoch noch nie trainiert hat, der wird in dem Sport kurz- und mittelfristig nichts erreichen. Ein Beispiel dafür habe ich selber miterlebt. Ich habe früher Fußball gespielt, seit meinem 4. Lebensjahr. Als ich 14 Jahre alt war, bekam unsere Mannschaft Zuwachs. Ein neuer Junge wollte bei uns mitspielen, doch er hatte zuvor noch nie in einem Verein Fußball gespielt. Dies merkte man deutlich und es kam, wie es kommen musste: Der Junge verlor nach einem viertel Jahr die Lust und hörte auf Fußball zu spielen.

Wie bringe ich mein Kind dazu, Sport zu treiben?

Der erste Ansatz ist, dass ihr eure Kinder schon früh dazu bringt, sich im freien zu betätigen. Lauft mit euren Kleinen ums Haus, werft mit einem Schaumstoffball gegen eine Wand, oder springt in eine Sandkiste. Das Kind sollte sich daran gewöhnen, dass es ein schönes Gefühl ist, sich auszupowern.

Im nächsten Schritt solltet ihr verschiedene Sportarten in vereinfachter Form zuhause ausprobieren. Ich schieße beispielsweise mit meiner kleinen Tochter im Garten immer einen Ball hin und her. Dies gefällt ihr sehr (und ich gehöre zu denen, die auch Frauenfußball akzeptieren und schätzen). Ebenso habe ich bereits das Hin-und-Her-werfen von Bällen probiert, das Tanzen bei Musik oder vor einem großen Spiegel. Durch solche Tests, die einfach und nahezu ohne Kosten gemacht werden können, habe ich einen Einblick darüber gewonnen, was meiner Tochter Spaß macht: Fußball und Ballett.

Da sie jedoch derzeit noch zu jung ist, werde ich noch ein Jahr warten und dann mit ihr die ersten Versuche wagen, sie in einen Verein zu integrieren.

Was ist eure Meinung dazu? Habt ihr damit schon Erfahrungen gemacht?

Wie immer bin ich sehr an eurer Meinung interessiert. Auch für Tipps und Tricks, sowie für sachliche Kritik bin ich immer offen. Hinterlasst einfach einen Kommentar mithilfe der Kommentarfunktion.